Die kriminellen Machenschaften der Cosa Nostra und deren mögliche Auswirkungen auf Deutschland


  • 1. Einleitung

  • 2. Die Mafia
    • 2.1 Definition "Mafia"
    • 2.2 Was ist eine Mafia
    • 2.3 Struktur einer Mafia

  • 3. Die Cosa Nostra
    • 3.1 Wer ist die Cosa Nostra
    • 3.2 Entstehung der Cosa Nostra
    • 3.3 Kriminelle Machenschaften
      • 3.3.1 Schutzgelderpressung
      • 3.3.2 Drogenhandel
      • 3.3.3 Steuerhinterziehung
      • 3.3.4 Waffenhandel
      • 3.3.5 Glücksspiel

  • 4. Die Cosa Nostra in Deutschland

  • 5. Ergebnis

1.Einleitung

Im Jahre 1893 wurde der erste Mord von einer der bekanntesten Mafia, die sich hauptsächlich in Italien befindet, begangen. Das erste Opfer wurde gleich mit 27 Messerstichen ermordet und zwar der Großgrundbesitzer Emanuele Notarbartolo. Die geheimnisvolle Mafia, die den "eiskalten" Mord begangen hat, ist die Cosa Nostra. Sie ist nicht die einzige Mafia in Italien, aber dafür die mächtigste kriminelle Vereinigung. Ihr Hauptquartier sei angeblich in Sizilien, aber wer gibt uns die Bestätigung, dass sie nicht auch bei uns in Deutschland aktiv sei? Die Journalisten und Autorin Petra Reski berichtet, dass die Cosa Nostra in Deutschland aktiv sei. Werden noch Morde von der Cosa Nostra ausgeübt bzw. ausgeführt? In dieser Facharbeit habe ich mich mit dem Thema "Die kriminellen Machenschaften der Cosa Nostra und deren mögliche Auswirkungen auf Deutschland" beschäftigt. Ich habe dieses Thema unter anderem deshalb ausgewählt, weil es mich neugierig machte, über etwas zu schreiben, mit dem ich vorher nicht viel anfangen konnte. Ich habe mich auf das Thema der Kriminalität der Mafia beschränkt. Zum einen, kann ich so zeigen, dass die Cosa Nostra mit ihrer Kriminalität die Gesellschaft Deutschlands beeinflusst oder beeinflussen kann und zum anderen hat dieses Thema am meisten meine Neugierde geweckt. Ich sah also die Möglichkeit, mich im Rahmen dieser Facharbeit intensiver mit diesem Thema zu befassen und war neugierig, ob mein anfängliches Interesse auch beständig sein würde. Zuerst gebe ich in meiner Arbeit einen Überblick von der allgemeinen Mafia. Im zweiten Kapitel habe ich mich mit der Cosa Nostra auseinandergesetzt. Die Entstehung und die kriminellen Machenschaften der Mafia. Im dritten Kapitel habe ich mit dem Hintergrund aus dem Inhalt des zweiten Kapitels, die Auswirkungen der Kriminalität der Cosa Nostra auf Deutschland erläutert und somit versucht meine Problemfrage, "beeinflussen die kriminellen Machenschaften der Cosa Nostra die Gesellschaft Deutschlands" zu beantworten.

2. Die Mafia

2.1 Definition "Mafia"
Bevor ich mich mit der Mafia "Die Cosa Nostra" beschäftige, muss ich als erstes wissen, was eine Mafia ist und wie die Struktur der Mafia aussieht.

Mafia (auch: Maffia) war ursprünglich die Bezeichnung für einen streng hierarchischen Geheimbund, der seine Macht durch Erpressung, Gewalt und politische Einflussnahme zu festigen und auszubauen versucht und seine Wurzeln im Sizilien des 19. Jahrhunderts hat. Heute bezeichnet man die sizilianische Mafia auch als Cosa Nostra. Die sizilianische Mafia operiert weltweit und hat Verbindungen zu anderen mafiaähnlichen Gruppen[1].

Laut der Definition von Wikipedia, ist eine Mafia ein Geheimbund, die ihre Macht durch illegale Machenschaften aufbaut.

2.2 Was ist eine Mafia?
Die Mafia ist das italienische Wort für Anmaßung und Überheblichkeit[²] und ein Synonym für organisierte Kriminalität. In fast allen Sprachen ist die "Mafia" eine Hauptbezeichnung für kriminelle Vereinigung. Im Jahre 1860 entstand die Mafia als Geheimbund. Sie ist streng hierarchisch geordnet, d.h. das die von oben nach unten geht und in der jeder einen bestimmten (hohen oder niedrigen) Rang hat[3]. Der höchste Rang einer Mafia ist der "Boss aller Bosse" (ital. Capo di tutti Capi) [4]. Eigenschaften der Mafiosi waren Informationsnetze aufzubauen, die den ganzen Familienkreis umfasst und heimliche Mordaufträge auszuführen. Die Mafia hat sich vor allem auf Schutzgelderpressungen, Steuerhinterziehung, Waffen- und Drogenschmuggel spezialisiert. Kleine Besitzer von Läden wurden bedroht und so Schutzgelder erpresst, womit sich die Mafia eine "kleine Geldquelle" aufbaute. Im Augenblick gibt es mehrere Organisationen, die als Mafia bezeichnet werden z.B die "Amerikanische, Albanische- und Polnische-Mafia. Sie alle konzentrieren sich auf die Kriminalität. Organisationen wie die "Cosa Nostra" sind nur ein Teil der organisierten Kriminalität. Die internationale Verbindungen (ital. combinazione) zu nutzbaren Kontakte waren dabei sehr wichtig, da man aufeinander angewiesen ist.

2.3 Struktur einer Mafia
Die traditionelle Struktur einer Mafia machen die Familien (ital. cosca) und offizielle Herrschaftsträgern (ital. partito) aus. Die Familien verteilen sich innerhalb eines Landes auf und knüpfen sich Kontakte, sodass sie sich breiter und breiter machen können. Die Familien bestehen in erster Linie aus der biologischen Verwandtschaft. Durch Heiraten und Partnerschaften wird die Macht der "Cosca" aufgebaut. Schnell werden dadurch gemeinsame geschäftliche Interessen zur Mafia geweckt. Die Familien haben einen Häuptling (ital. capo), der die Anweisungen macht, die auch zu befolgen sind. Auch wenn es den Tot kostet. Das ist die sogenannte "erste Ebene" einer Mafia. In der zweiten Ebene befinden sich die Cosca-Mitglieder, die nach einer Prüfung aufgenommen werden. Eine Prüfung gilt erst dann bestanden, wenn der "Capo" den Ehrenkodex vom Cosca-Mitglied geprüft hat, dies erfolgt nach einem Mord unter den Augen eines Mafiamitglieds. Außerdem wird der Kodex des Schweigens geprüft, weil niemals Auskunft der Mitglieder der Familien oder deren Verwandte erteilt werden. Nach erfolgreichem Bestehen der Prüfung wird ein gemeinsames Abendessen organisiert und die Neuaufnahme gefeiert. Die offiziellen Herrschaftsträger sorgen für Freisprüche vor Gericht. Dies gelingt nur durch Verbindungen von weiteren "Partitos" (siehe 2.2).

3.Die Cosa Nostra

3.1 Wer ist die Cosa Nostra
Die Cosa Nostra ist eine kriminelle Organisation. Das bedeutet, dass sich Berufsverbrecher zu der Organisation zusammenschließen, um effektiver und sicherer arbeiten zu können. Der Hauptsitz der Cosa Nostra ist auf Sizilien, in der die Cosa Nostra praktisch über ein illegales Gewaltmonopol verfügt. Am stärksten vertreten ist sie in der Provinz Palermo, Trapani, Agrigent, Messina, Ragusa und in der Provinz Syrakus. In Palermo gibt es mehrere Familien, die sich seit dem 19.Jahrhundert aufgeteilt haben. Die Mitgliedschaft sind nur für Männer zugänglich, auch wenn die Frauen einen hohen Nutzen haben, da sie für die Mafia Nachwuchs bringen. Die Mitgliedschaft erfolgt nach einer Prüfung (siehe 2.3). Sind oder waren Verwandte Polizisten, Staatsanwälte oder Zuhälter, ist die Aufnahme ausgeschlossen. Durch "Coscas" und "Partitos" (siehe 2.3) hat sie schätzungsweise 5000 Clan-Mitglieder[5]. Es gibt keinen genaueren Wert für die Anzahl der Familien, da Stillschweigen innerhalb der Mafia zu einen der größten Gebote zählt. Es gehörte zur Ehre eines Mannes in der Cosa Nostra, sich und die Seinen zu beschützen. War er hierzu nicht in der Lage, suchte er die Hilfe eines Freundes. So entstanden Gruppen mit Anführern, welche unbedingten Gehorsam und Treue forderten. Oberstes Gebot war die Verschwiegenheit. Mit "Omertà" (vermutlich abgeleitet vom sizilianischen umirtà = Demut) bezeichnen die "Unsichtbaren" ihre Pflicht bzw. den Ehrenkodex, über ihre Organisation, die Mitglieder und deren Machenschaften zu schweigen[6]. Die Cosa Nostra ist streng hierarchisch geordnet so wie jede Organisation. Grundstein der Organisation sind die Familien. Oberhaupt der Mafia ist der sogenannte "Häuptling" (ital. capo), der alle Entscheidungen trifft, die auch zu befolgen sind. Die Cosa Nostra ist heute noch eine international operierende Verbrecherorganisation, die sich von Familien und Häuptlinge zusammensetzt. Im 20. Jahrhundert wurde die Cosa Nostra von einen einzigen "Capo" kontrolliert. Das zeigt, dass sich Mitglieder der Cosa Nostra streng an die Regeln halten.

3.2 Entstehung der Cosa Nostra
Die politische Struktur Siziliens ist schon seit Jahrhunderten für die außerordentliche Schwäche des formellen Herrschaftsapparates, für Misstrauen und sogar für die Feindschaft der Bevölkerung gegenüber allen staatlichen Organen bekannt . Sizilien war nicht in der Lage, Recht und Gesetzt durchzusetzen und war im Laufe ihrer Geschichte fast ununterbrochen unter Fremdherrschaft und wurde meist nur als abgelegene Provinz behandelt . Durch dieses Misstrauen gegenüber der Gesellschaft Italiens steckt der Ursprung der Mafia. Man kann aber nicht wirklich sagen, wann die Cosa Nostra entstanden ist. Schon im Mittelalter war die Cosa Nostra als Aufstandsbewegung gegen die französische Fremdherrschaft entstanden. In den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts bildete sich vermutlich die Cosa Nostra im Westen Siziliens, wobei man sagen muss, dass sich viele Familien gleichzeitig und abhängig voreinander formatierten. Die sogenannten "Coscas" bauten sich Existenzen auf und kümmerten sich um Nachkommen. In den ersten Jahrzehnten wurde die Cosa Nostra als "gut" bewertet, weil sie die Kriminalität bekämpfte, dies ging auch bis zum Tod, wobei man sagen muss, dass sich die Mafia zu einer bösartigen und kriminelle Organisation entwickelte. Von nun an beschäftigt sich die Cosa Nostra nicht mehr um "Recht und Gesetzt", sondern mit der kriminellen Seite. Schuldgelderpressung, Drogenhandel und Waffenhandel waren nun die Ziele der Mafia. Durch die Wahlrechtsreform von 1882 gewann die Cosa Nostra Einfluss auf die sizilianische Politik, deren Vertreter nun zunehmend auf von der Cosa Nostra kontrollierte Wählerschaft angewiesen waren . 11 Jahre später wurde der erste Mord von der Cosa Nostra begangen. Emanuele Notarbartolo wurde von der Cosa Nostra mit 27 Messerstichen ermordet. Emanuele N. war ein italienischer Marchese und Großgrundbesitzer . Der Mord an ihm sorgte für Aufsehen, da die Mafia zum ersten Mal einen Mord an einem Mitglied der Oberschicht verübte. Erst ein paar Jahre später fand ein Prozess vor Gericht, der wiederum sabotiert wurde. Hier wird deutlich, dass die Cosa Nostra zu allem fähig war.

3.3 Kriminelle Machenschaften
Wie in 3.2 bekanntgegeben, beschäftigt sich die Cosa Nostra mehr mit der kriminellen Seite. Drogenhandel, Schutzgelderpressung, Steuerhinterziehung und Waffenhandel waren die Haupteinnahmequellen der Cosa Nostra auf Sizilien. Der Schwerpunkt liegt hauptsächlich heute noch bei der Schutzgelderpressung. Neben den Haupteinnahmequellen führt die Mafia Morde aus, die von jungen Mitgliedern ausgeführt werden ( als Gegenleistung für die Mitgliedschaft ). Anfangs wurden kleine Besitzer erpresst, doch der Gewinn reichte der Cosa Nostra nicht aus, deswegen spezialisierte sich die Cosa Nostra auf alle Arten illegaler Aktivitäten.

3.3.1 Schutzgelderpressung
Schutzgelderpressung, die "Goldgrube" der Cosa Nostra, etwa 70 Prozent der sizilianischen Unternehmer sind davon betroffen . Früher mussten Bauern Schutzgelder für ihr Land an die Großgrundbesitzer zahlen, wenn die Zahlung nicht erfolgte, wurde die gesamte Nutzfläche des Bauers zerstört. Die Cosa Nostra verlangt "HEUTE" noch Schutzgelder von Bauern. Nicht nur Bauern sind heute noch betroffen, sondern auch Geschäftsbesitzer. Besitzer wurden erpresst, meist waren es wohlhabende, die ein eigenes Unternehmen führen, die für den Schutz eine bestimmte Summe zahlen mussten. Wenn eine Zahlung nicht erfolgte oder verschoben wurde, so werden Drohungen wahrgemacht und die Gewalt gegen Angestellte, Inhaber und Familienmitglieder ausgeübt. Wenn ein Opfer die bestimmte Geldsumme zahlt, wird er nicht mehr behelligt, wobei man sagen muss, dass es sich in den meisten Fällen zur Ausbeutung entwickeln könnte und das es sich nicht um eine kurze Auswirkung handelt, sondern mehr um eine langfristige Auswirkung auf die Opfer. Die Zahlungen von Schutzgelder verstärken die wirtschaftliche Macht des Erpressers, der sich wiederrum eine Kriminelle Existenz aufbaut. Die kriminelle Existenz wird soweit ausgebaut, dass das wirtschaftliche Gewerbe geschwächt wird. Allein die erpressten Händler zahlen den Verbrechersyndikaten und Clans jährlich sechs Milliarden Euro an sogenannten Schutzgeldern - von den 160.000 betroffenen Geschäften, Restaurants und anderen Firmen sind nach dem Verbandbericht etwa 132.000 in den Südregionen Sizilien, Kampanien sowie Kalabrien und Apulien angesiedelt . Der Gewinn, die die Mafia erwirtschaftet, wird unter den Geschäftsleuten totgeschwiegen. Fast alle bezahlen Schutzgelder in Italien, doch keiner hat den Mut es zuzugeben, weil sie durch die Offenbarung mit ihrem Leben spielen12. Die Schutzgelderpressung beginnt erst mit einem harmlosen Anschlag, bis sich der "Capo" (siehe 2.2) meldet und Schutzgeld verlang. Meistens erhält der Capo sein verlangtes Geld, weil sonst weitere Anschläge gemacht werden. Die Anschläge werden so oft ausgeübt bis die Person die komplette Existenz aufgibt.

3.3.2 Drogenhandel
Der Import von Drogen oder von Drogenrohstoffen und ihre Verarbeitung stellte, wenn nicht gar die wichtigste Haupteinnahmequelle der Cosa Nostra .Schwarzmärkte und illegale Aufträge waren keine Seltenheit. Anfangs wurden mit Zigaretten und Kaffee gehandelt, doch der Gewinn reichte der Mafia nicht aus, deswegen konzentrierte sich die Mafia voll und ganz auf das Drogengeschäft. Der Drogenhandel ist außerdem viel schwieriger als der Handel mit Zigaretten und Kaffee, trotz der Vorteile, dass z.B Heroin leichter zu verstecken ist. Es wird hauptsächlich mit Heroin, Kokain und Haschisch gehandelt und dies auf illegaler Ebene. Es werden extrem hohe Gewinne erzielt, dies kann nur durch ein Verbindungsnetz (siehe 2.2) erfolgen, sodass Familien der Organisation reich geworden sind. Nicht nur Familien wurden reich, sondern auch Mitglieder mit einem kleineren Mafiarank. Es ging hier nicht nur um den erzielten Gewinn, sondern auch um das Ansehen der Mafia. Der Handel von Drogen war in den meisten Fällen ein Auslöser für Bandenkriege, weil sich dadurch Konflikte zwischen einzelnen kriminellen Gruppen entstehen. Ursachen für die Bandenkriege waren meistens die unterschiedlichen Qualitäten der Produkte. Die Geschäfte wurden sicher abgemacht, sodass eine Gefahr mit dem Staat ausgeschlossen war. Probleme tauchen trotzdem auf. Die Kinder der Drogenfamilien können abhängig davon sein. Trotz aller Risiken war das Drogengeschäft für die Mafia sehr attraktiv, da kein anderer Markt solche Gewinnspannen bietet . Da die Gefahr in den meisten Fällen ausgeschlossen war, haben sich einzelne Drogenclans gebildet, die sich ihr Leben mit dem Schmuggel von Drogen finanziert haben. Jedes Mafia Mitglied konnte das Geschäft betreiben, weil man dafür keinen Mafiaboss brauchte, doch in den 80er Jahren wurden kleinere Gruppen von ethnische Gruppen verdrängt, deswegen konnten sich nur noch große Drogenclans durchsetzen.

3.3.3 Steuerhinterziehung
Steuern ? Das kennt die Cosa Nostra nicht. Steuern werden von Mitgliedern der Cosa Nostra erst dann bezahlt, wenn eine Nachprüfung stattgefunden hat. Dieses Geschäft bringt der Mafia einen riesigen Gewinn, aber auch einen kleinen Verlust. Das zeigt sich als ein Ehepaar aus Venedig in ihrer Steuererklärung ein Einkommen von lediglich sechs Euro angegeben haben - obwohl es 65 Millionen Euro hätte versteuern müssen. Doch das verschwiegen die beiden den italienischen Finanzbehörden jahrelang. Das Ehepaar hat ein 180 Hektar großes Grundstück verkauft und dafür 65 Millionen Euro bekommen. Es lässt sich daraus erschließen, dass das Ehepaar nicht nur Steuerhinterziehung, sondern mehrere kriminelle Machenschaften begangen hat um an das Vermögen zu kommen. Das Ehepaar hat auch den Wohnsitz von Italien nach Deutschland gewechselt und betreibt ein Unternehmen in Luxemburg. Dafür kommt jetzt die große Rechnung. Das Ehepaar muss nun schätzungsweise etwa elf Millionen Euro Steuern nachzahlen .

3.3.4 Waffenhandel
Der Waffenhandel ersetzt die Prostitution, weil die Prostitution nicht mehr in der Cosa Nostra betrieben wird, da die Frau eine wichtige Rolle innerhalb der Mafia spielt, außerdem soll die Frau nach den Geboten respektiert werden (siehe 3.1.1 Gebote 2; 7; 10). Da die Cosa Nostra jede Möglichkeit sucht um an hohe Gelder zu kommen, wird auch die Prostitution mit dem Waffenhandel ersetzt. Der Waffenhandel ist nicht so erfolgreich, wie die anderen Geschäfte. Hierbei werden die meisten Mitglieder von der Polizei überlistet. Vito Vitale (39) gehört zu einen der Verbrecher, die überlistet wurden[16]. Laut "La Repubblica" wurde Vito Vitale am 18. Mai 1985 festgenommen, weil er am illegalen Handel mit Waffen beteiligt war (Il 18 maggio 1985 i giudici di Palermo ordinano il suo arresto per associazione mafiosa finalizzata al traffico di armi ) . Die "lupara" (deu. Jagdgewehr), eigentlich für die Wolfsjagd bestimmt, wird von der Mafia bevorzugt, weil sie wegen ihrer geringen Länge gut unter einem Umhang oder auch einem ganz normalen Mantel verbergen konnte. Nach der "lupara" wurde die Kalaschnikow zur bevorzugten Waffe der Mafia. Sie war zwar in der Tat sperrig und schwer, hatte aber eine gute Feuerkraft, als würde es Kugeln wie aus einer Gießkanne regnen. Im Zuge der Weiterentwicklung verwendete die Mafia auch Sprengbomben, TNT und andere Sprengstoffe mit höherer Brisanz .

3.3.5 Glücksspiel
Das Glücksspiel ist neben der Zuhälterei das älteste Gewerbe der Welt .Nicht nur die Italienische Mafia betreibt Glücksspielbetrug, sondern auch die Amerikanische Mafia. Anfangs besaß die Cosa Nostra mehrere Kasinos und hatte auch die vollmacht über Buchmacher und Lotterien in den Großstädten. Die Cosa Nostra teilte sich in Banden auf, die sich in jeder Straßenecke verteilt haben und Glücksspiel betrieben haben. Glücksspiele sollten als Zeitvertrieb und Vergnügen dienen, jedoch Handelt die Cosa Nostra in anderer Richtung. Als die Cosa Nostra merkte, dass das eine lukrative Einnahmequelle ist, beschäftigt sie sich intensiver damit " [...]die Kontrolle der Cosa Nostra über das Glücksspiel-Geschäft immer weiter an." . Unter den Teilnehmer, waren selber Mafia Mitglieder dabei, die gewonnen haben, damit das Publikum von außen glaubwürdiger war. Hier wurden viele Passanten, Touristen und vor allem Spielsüchtige, die unfähig waren, dem Impuls zum Glücksspiel zu wiederstehen übers Ohr gehauen. Die Spielsüchtigen haben der Cosa Nostra viel eingebracht. Die Einnahmen waren vor und nach dem Drogenhandel lukrativ gewesen und durch Kontakte sowie Kooperationen gelang die Cosa Nostra im Besitz mehrerer Kasinos.

4. Die Cosa Nostra in Deutschland

Die Journalisten und Autorin Petra Reski (* 1958 in Kamen (Kreis Unna)) warnt vor die Mafia in ihrem Buch "Von Kamen nach Corleone". Sie berichtet, dass die Mafia in Deutschland schon lange nicht verschwunden sei, da die Mafia den Kokainhandel in Deutschland kontrolliert und damit ein Profit von über Millionen von Euro macht. Jedoch muss man sagen, dass die Mafia nicht nur Einfluss auf "schmutziges Geld" hat, sondern auch zunehmend in die Politik . Die Cosa Nostra ist nicht nur auf Sizilien, sondern inzwischen weltweit. Zunehmend auch in Deutschland aktiv. Sie nutzte Sizilien als Rückzugsraum um Mafiamitglieder unterzutauchen, sowie für die Verbreitung der Mafia durch viele Familien. Nun kommt Deutschland ins Spiel. Geschäfte werden hier gemacht, Kontakte werden geknüpft und vor allem werden Familien gegründet. Mafiamitglieder werden in Deutschland aufgenommen und zwar deutsche Mitglieder, damit die Verbindungen (siehe 2.2) auch in funktioniert um schneller an Leute zu kommen, die im Bankgewerbe oder generell als Unternehmer tätig sind. Jährlich werden nach Angaben der Financial Action Task Force (FATF/ OECD) mehr als 50 Milliarden Euro kriminell "erwirtschaftet", da Deutschland ein sehr attraktives Land für die organisierte Kriminalität ist. In Berlin, Frankfurt oder Köln wird viel angebaut und der Immobilienmarkt stark von der Cosa Nostra überfüllt . Es gibt jedoch einen weiteren Grund, weshalb die Cosa Nostra in Deutschland verstreut ist. Deutschland ist für die organisierte Kriminalität nicht gewachsen, da die Ermittlungsstrategien nicht ausreichen um die Cosa Nostra effektiv zu bekämpfen. Die Cosa Nostra ist in diesem Fall viel weiter als Deutschland aufgrund Kontakte zu Personen, die politischen Einfluss haben. Das zeigt sich dadurch, dass "nur" Mitglieder der Cosa Nostra festgenommen werden und keine Mafia Bosse, die immer wieder neue Mitglieder aufnehmen können um keinen Verlust zu erleiden.

5. Ergebnis

Beeinflussen die kriminellen Machenschaften der Cosa Nostra die Gesellschaft Deutschlands? Diese Frage ist nach meiner Ausführung mit einem klaren Ja zu beantworten aufgrund der Kriminalität der Cosa Nostra. Wirtschaftlich gesehen ist die Cosa Nostra eine Bedrohung für Deutschland, weil sie aufgrund von z.B Steuerhinterziehung eine Menge an Schulden aufbaut. Da Deutschland nicht in der Lage ist, die Cosa Nostra zu bekämpfen, ist es umso schwieriger ein Gleichgewicht halten zu können. Selbst Mordaufträge werden noch in Deutschland ausgeführt und zwar hauptsächlich an Großgrundbesitzer. Das zeigt sich nach der Ermordung von Emanuele Notarbartolo, der Großgrundbesitzer war. Aufgrund des Drogenhandels werden immer mehr Deutsche mit der Mafia konfrontiert und dazu gezwungen mit der Mafia zu handeln. Wenn sie sich dagegenstellen, so müssen sie im schlimmsten Fall mit dem Tod rechnen. Mafiamitglieder werden zwar gefasst, jedoch die Mafiosi nicht, die für "Nachschub" sorgen können. Außerdem wir das politische System durch die Cosa Nostra beeinträchtigt, dies führt dazu, dass die Mafia immer mehr Einfluss auf die Politik bekommt.
Quellennachweis auf Anfrage: info@abi-deutsch.de