Iphigenie auf Tauris Zusammenfassung


Das Drama "Iphigenie auf Tauris" hat Goethe 1787 veröffentlicht. Darin geht es um den idealen Menschen und die Frage, ob man seinem Schicksal entgehen kann, wenn man es wirklich will. Wichtig für dieses Stück ist die Mythologie der griechischen Götterwelt, denn die Familie von Iphigenie ist von den Göttern verflucht. Alle Familienmitglieder werden früher oder später zu Mördern und töten ihre Eltern oder Geschwister. Iphigenie will das auf keinen Fall und sucht nach einem Weg, um den Fluch zu brechen. Die Chance dazu erhält sie von der Göttin Diana auf der Insel Tauris. Dort leben die Tauren mit ihrem König Thoas. Ihm muss Iphigenie als Priesterin der Göttin Diana dienen. Thoas will Iphigenie heiraten, aber sie lehnt es ab. Sie möchte sich nicht an einen Mann binden, sondern frei sein und zu ihrer Familie nach Griechenland zurückkehren. Für die damalige Zeit ist Iphigenie eine starke Frau und schon ziemlich emanzipiert. Vor allem aber, ist Iphigenie ein edler Mensch, mit einem reinen Herzen. Deshalb weigerte sie sich auch die Fremden zu opfern, die auf die Insel kommen und bricht damit einen alten Brauch. Sie hört auf ihr Herz, denn sie will nicht zur Mörderin werden. Ohne es zu wissen entgeht sie so dem Fluch, denn die Fremden sind ihr Bruder Orest und sein Freund Pylades. Natürlich wollen die geretteten so schnell wie möglich fliehen und Iphigenie soll ihnen dabei helfen. Doch sie spielt nicht mit, weil sie sich dem König Thoas verpflichtet fühlt und will ihn nicht anlügen. Deshalb verrät sie den ganzen Fluchtplan und setzt damit ihr Leben und das ihres Bruders aufs Spiel, denn Iphigenie glaubt an das Gute im Menschen und die Macht des Wortes, ganz schön mutig! Tatsächlich lässt sich der wütende König überzeugen, dass Gewalt keine Lösung ist. Er lässt Iphigenie mit ihrem Bruder und seinem Freund abreisen. Aber nicht nur das. Durch ihre Ehrlichkeit und ihr gutes Herz hat Iphigenie auch die Prüfung der Göttin Diana bestanden und den Familienfluch gebrochen.

Was will Goethe uns eigentlich damit sagen?

Ganz einfach: "Gewalt ist keine Lösung und am Ende gewinnt derjenige, der nicht auf Götter vertraut, sondern sein Schicksal selbst in die Hand nimmt und derjenige, der auf sein Herz hört." Goethe nennt das Humanität. In dem Stück zeigt er, wie er sich den idealen Menschen vorstellt. Mitfühlend, liebevoll und ehrlich. Er selbst hat es so ausgedrückt: "Edel sei der Mensch, hilfreich und gut! Damit verkörpert Iphigenie als Humanistin das "Ideal der Klassik", also der Epoche in der Goethe gelebt hat.

Du möchtest in jeder gestellten Klausur zu "Iphigenie auf Tauris" eine gute Note schreiben? Dann Hol Dir den Lektürenschlüssel von "Iphigenie auf Tauris" und Du erhältst wirklich alle Lösungen (Klick Hier), alle Charakterisierungen der Personen, eine ausführliche Inhaltsangabe, alle Motive des Werkes... einfach alles!

"Ich frage mich, wie man 'Iphigenie auf Tauris' ohne die Hilfe verstehen kann. Ich habe ca. 5 bis 6 Seiten vom Lektürenschlüssel für die Klausur gelernt und war optimal vorbereitet. Sobald wir ein anderes Thema behandeln suche ich vorab nach Lektürenhilfen!" - Marcel W., 18 Jahre alt aus Stuttgart

Zusammenfassung (Auftritt für Auftritt)

Aufzug 1, Auftritt 1 (Iphigenie)

Iphigenie führt einen inneren Monolog und beklagt ihr Schicksal auf der Insel Tauris. Sie sehnt sich nach ihrer Familie und vertraut sich allein der Göttin Diana an.

Aufzug 1, Auftritt 2 (Iphigenie, Arkas)

Arkas kündigt den König Thoas an und wirft Iphigenie vor, dass wenn sie sich auf Tauris unglücklich fühlt, undankbar ist. Er bedauert Iphigenies Empfinden der Nutzlosigkeit und kennzeichnet es gleichzeitig als Überheblichkeit. Thoas möchte Iphigenie heiraten. Iphigenie dagegen möchte der Heirat nicht zustimmen und bringt dies zum Ausdruck. Aufzug 1, Auftritt 3 (Iphigenie, Thoas)

Thoas möchte Iphigenie heiraten. Iphigenie enthüllt ihre Herkunft. Sie stammt aus dem Geschlecht der Tantoliden Sie wurde von der Göttin Diana auf die Insel Tauris geschickt, damit sie den Fluch entkommen kann. Am Ende kündigt Thoas die Menschenopfer an. Die Menschenopfer sind Tradition auf der Insel Tauris. Iphigenie muss das nächste Opfer aufnehmen.

Aufzug 1, Auftritt 4 (Iphigenie)

In einem inneren Monolog betet Iphigenie zu der Göttin Diana. Sie hofft auf eine weitere Rettung umd vertraut sich ihr deshalb an.

Aufzug 2, Auftritt 1 (Pylades und Orest)

Orest ist am Boden zerstört und verzweifelt über den Mord an seiner Mutter Klytämnestra. Pylades, Freund von Orest, ist in guter Stimmung und hoffnumgsvoll. Ein Spruch von Apoll (Gott) soll Hilfe schaffen. Sie haben den Auftag die Schwester zurückzuholen.

Aufzug 2, Auftritt 2 (Iphigenie, Pylades)

Iphigenie erscheint und befreit Pylades von seinen Ketten. Sie reden in Unkenntnis miteinander. Pylades redet mit der "Priesterin", weiß aber in Wahrheit nicht wer sie ist. Pylades erzählt, dass der trojanische Krieg beendet sei. Die Morde an Iphigenies Vater und Mutter werden auch genannt.

Aufzug 3, Auftritt 1 (Iphigenie, Orest)

Die Ketten Orests werden nun auch gelöst. Aufgrund dessen, dass Iphigenie genaueres über ihre Eltern wissen will, lässt sie Orest Pylades Aussage bestätigen. So erzählt Orest Iphigenie, er habe seine eigene Mutter umgebracht. Nach einer Weile geben sich die Geschwister zu erkennen. Hinzuzufügen ist noch, dass Orest Todesvorstellungen hat.

Aufzug 3, Auftritt 2 (Orest)

Orest hat Visionen über den Tod. Er träumt von der Unterwelt und sieht seinen Vater Agamemnon.

Aufzug 3, Auftritt 3 (Orest, Pylades, Iphigenie)

Orest grüßt Iphigenie und pylades wie aus einer grausamen Unterwelt. Er ist wahnsinnig geworden und redet nur über die Toten. Iphigenie befreit Orest am ende des Auftritts und heilt ihn.

Aufzug 4,Auftritt 1 (Iphigenie)

Iphigenie deutet die Ankunft von Pylades als Hilfe zur Flucht von der Insel Tauris. Dennoch hält sie sich vor Pylades in acht, da er von Iphigenie erwartet, dass sie lügen soll, um die Insel verlassen zu können.

Aufzug 4,Auftritt 2 (Iphigenie, Arkas)

Arkas ist misstrauisch. Iphigenie versucht ihn hinzuhalten. Man merkt eine gewisse Angst bzw. Gegenrede bei Arkas. Er besteht darauf, dass Iphigenie mit dem König Thoas reden soll. Die Menschenopfer sollten möglicherweise abgeschafft werden, berichtet Arkas. Arkas zeigt eine Seite des "guten Freundes", übernimmt aber dennoch wollend die Rolle des botem für den König.

Aufzug 4, Auftritt 3 (Iphigenie)

Iphigenie macht sich nun Sorgen um das Volk der Tauren. Sollte sie den könig anlügen und die Insel verlassen, hätte Sie ihre Pflichten gegenüber dem Volk nicht erfüllt.

Aufzug 4, auftritt 4 (Iphigenie, Pylades)

Orest ist geheilt und bereit für die Flucht. Pylades möchte Iphigenie dazu zwingen zu lügen. Sie soll dem könig sagen, dass sich die Gefangenen im Tempel befinden, wobei sie in Wirklichekit das Götterbild zum Schiff bringen wollen. Iphigenie fühlt sich unwohl, weil sie nicht lügen will.

Aufzug 4, auftritt 5 (Iphigenie)

Iphigenie ist zwiegespalten. Sie fängt an anderen Göttern zu zweifeln und singt das Lied der Parzen.

Aufzug 5, Auftritt 1 (Arkas und Thoas)

Arkas erzählt Thoas von der Flucht. Thoas schickt Arkas, um die Griechen gefangen zu nehmen. Iphigenie soll mit Thoas reden!

Aufzug 5, Auftritt 2 (Thoas)

Thoas ist über sich selbt enttäuscht. Er findet, dass er mit Iphigenie zu nett umgeangen sei.

Aufzug 5,Auftritt 3 (Thoas und Iphigenie)

Thoas und Iphigenie diskutieren taktisch über den Fluchtversuch. Beide haben ein Ziel vor Augen und argumentieren durchdacht. Sie durchschauen sich in einer gewissen Art und Weise. Iphigenies "Waffen" sind die "Worte". Denn als Frau kann Iphigenie nicht wie ein Mann mit Gewalt handeln. Iphigenie ist fur die damalige Zeit als sehr emanzipiert darstellt. Sie sagt die Wahrheit und Thoas lässt sich von Iphigenies worten "erschlagen"!

Aufzug 5,Auftritt 4 (Orest, Thoas, Iphigenie)

Als Thoas und Orest kämpfen wollen, bittet Iphigenie den kampf erst garnicht zu beginnen, da man sich auf "heiligem Boden" befinde.

Aufzug 5, Auftritt 5 (Pylades, Arkas, Thoas, Orest Iphigenie)

Es wird verkündet, dass sich die Griechen nicht mehr halten können und das Schiff vor einer Zerstörung steht. Thoas erbittet den kampf einzustellen. Pylades und Arkas verlassen die Bühne.

Aufzug 5, Auftritt 6 (Iphigenie ,Thoas und Orest)

Thoas möchte sich sicher sein, dass Iphigenie nicht lügt und verlangt nach Beweisen, dass die Griechen miteinander verwandt sind. Nachdem Orest zu erkennen gibt, dass sie verwandt sind, wollen Thoas und Orest miteinander kämpfen. Thoas möchte den Kampf für sein Volk gewinnen, Orest für die Flucht. Iphigenie geht dazwischen. Nach einer Weile wird deutlich, dass Orest Apolls Worte falsch gedeutet hat. Mit "die Schwester zurück holen" war nicht Dianes Statue gemeint, sondern Iphigenie selbst. Iphigenie bittet Thoas die Griechen fliehen zu lassen. Er willigt ein und so kommt seine gute Seite ans Licht. Iphigenie hat Thoas als Menschen entwickelt!