Die Buddenbrooks


Leitthema:

Der Roman als Seelengeschichte des deutschen Bürgertums - Vom Aufstieg und Niedergang einer großbürgerlichen Familie am Beispiel von Thomas Manns Roman Buddenbrooks

Inhatlsüberblick

  • Johann Gründer der Firma
  • Johann (Jean) Vater von Thomas und Christian
  • Gotthold wurde aus der Familie wegen einer unehrlichen Heirat verbannt
  • Grünlich will Tony Heiraten
  • Thomas verabschiedet sich von Anna wegen der Firma
  • Thomas nach Amsterdam und lernt Gerda Arnoldsen kennen
  • Gottholds Tod
  • Christian als Prokurist in die Firma, Konflikte mit Thomas, seinem Bruder
  • Christian Trennung von der Firma, Thomas gibt ihm Geld für die Selbstständigkeit
  • Thomas will Bürgermeister werden, klappt aber nicht
  • Hannos Geburt, Thomas Sohn ->Letzter Erbe
  • Thomas geschäftliche Misserfolge, Entfremdung zu seinem Sohn
  • Thomas vs. Christian, Erbaufteilung -> "Wer früher stirbt" gewinnt
  • Christian will Aline Puvogel heiraten, Erbe geht hinterher an Aline Puvogel, Thomas will das verhindern
  • Hannos Krankheit
  • Thomas Schopenhauer-Lektüre
  • Thomas Tod durch misslungene Zahnbehandlung
  • Hannos Tod
Thomas Mann (Naturalistischer Schriftsteller)
  • benutzt die Montagetechnik: Verwendung von Dokumente, Ereignisse der Zeitgeschichte
Sprache
  • Mundarten
  • Dialektal
Verfallssymbolik
  • Dient zur Darstellung und Betonung des Verfalls
  • Durchzieht das Komplette Werk
Motiv der Farben (Gelb & Blau)
  • Gelb = Krankheit und Tod
  • Blau = Sensibilität und Empfindlichkeit


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"Von der Länge des Werkes: das längste Buch was ich je lesen musste. Ganz ehrlich, ich habe es nicht einmal gelesen. Wozu gibt es einen Lektürenschlüssel? War das ein Nachteil für die Klausur? Niemals. Das Buch nicht gelesen, den Lektürenschlüssel gekauft und eine 2+ bekommen, ist das nicht unfair gegenüber diejenigen, die sich durch das Werk quälen mussten?" - Louisa H., 18 Jahre alt aus Aachen

Thomas Buddenbrook

Thomas Buddenbrook ist der älteste Sohn von Johann (Jean) Buddenbrook und deshalb auch Erbe der Firma. Er ist nur im Zusammenhang mit seinem Gegenbild, seinem Bruder Christian, zu verstehen. Thomas hat ein Diszipliniertes Verhalten, eine fein geschnittene Nase, ähnelt seinem Großvater Johann Senior und hat Zähne, die klein und gelblich sind (Vgl.S.16). Die Farbe der Zähne deutet auf die schwache Konstitution von Thomas. Thomas tritt früh in die Firma ein und übernimmt diese auch nach dem Tod seines Vaters, der wie Thomas mit großer Disziplin arbeitet. Thomas kann als Senior, also als Mitglied der Stadtregierung, mehr als sein Vater beeinflussen. Den Titel des Konsuls überlässt er nach dem Tod des Vaters, Thomas Onkel Gotthold. Diese Geste deutet daraufhin, dass Thomas sehr familienorientiert ist Als jedoch der Gotthold stirbt, wird Thomas vom Senator zum Konsul. Thomas rät Tony den Grünlich aufgrund von Geschäftsvorteile zu heiraten ab. Thomas hingegen führt eine heimliche Beziehung mit dem Blumenmädchen Anna. Die Beziehung bricht er jedoch ab, da er nach Amsterdam geht, um seine kaufmännischen Kenntnisse zu erweitern. In Amsterdam lernt er seine künftige Frau Gerda Arnoldsen kennen, die eine ehemalige Internatskameradin von Tony ist. Thomas baut sich außerdem ein neues Haus an der Fischergrube. Er wird mit ca.30 Jahren zum Senator gewählt, jedoch stößt er an seine Grenzen, da er wegen seiner fehlende akademischen Ausbildung nicht Bürgermeister werden kann. Thomas, der innerlich extrem unsicher ist, versucht die Stagnation der Firma durch zahlreiche Methoden auszubauen, jedoch schließt er die Methoden mit Schulden ab. Er kann einfach den Abstieg seiner Firma nicht aufhalten zudem versucht er immer mehr die Rolle eines Kaufmanns zu spielen. Einerseits: engagierter und intelligenter Geschäftsmann
Andererseits: mangelndes Selbstvertrauen und Depressionen, die zur Kraftlosigkeit führen
  • Zweifel und Bedenken verfolgen ihn bis ans Ende des Lebens
  • leidet zum Schuss an Erschöpfungserscheinung und Nervosität
  • Thomas will Hanno als Kaufmann erziehen, diese führt jedoch zur Entfremdung
  • Thomas spielt am Ende die Rolle eines Schauspielers
  • Stirbt an einer misslingenden Zahnbehandlung
  • Scheiternde Person, deren Pläne unerfüllt bleiben

Christian Buddenbrook

  • Bruder von Thomas
  • intelligent, lustig und unterhaltend
  • Beruflich erfolglos, undiszipliniert und an zahlreichen Krankheiten erkrankt
  • hat Schauspielerisches Talent, braucht ein Publikum
  • Gymnasiast, musste öfters nachsitzen
  • Will Schauspieler werden, Schafft es aber nicht
  • Früh verheiratet mit Aline Puvogel
  • wird in einer psychiatrischen Anstalt eingewiesen von seiner Frau
  • kann seine bürgerlichen Träume nicht ausleben

Symmetrie der Brüder / Streitgespräche

1.Streitgespräch (S.317)
  • Thomas wirft Christian im Club vor, die Ehre der Firma verletzt zu haben
  • Christian äußert, dass alles spaß sei
  • Thomas akzeptiert das nicht
  • Thomas sagt, dass Christian ein "Auswuchs" eine ungesunde stelle am Körper unserer Familie sei (S.320
  • Christian äußert hingegen, dass er die Selbstständigkeit vermisse
  • Thomas gibt ihm Geld, damit er sich selbstständig machen kann. Er unterstützt seinen Plan um Distanz zu halten! (Investor, um Christian abzuwehren)

2.Streitgespräch (Paar Jahre Später)

  • aufgrund der Erbaufteilung der verstorbenen Mutter Elisabeth
  • Christian glaubt, dass er zu kurz gekommen sei
  • Christian sagt, dass er Aline Puvogel heiraten wolle
  • Thomas sagt, dass Christian Taktlos sei
  • Thomas will kein Erbe auszahlen, nur eine Monatliche Summe
  • Wettstreit => "wer von uns beiden früher stirbt" gewinnt
  • Thomas sieht Christians Wesen als Gefahr
  • Wenn Christian Aline Puvogel heiraten würde, geht irgendwann der ganze Erbe an "Courtisane" -> Puvogel

KLAUSURÜBUNG

Thomas Monolog an Gottholds Sterbebett (S.274-275)

Kontext
  • Gottholds Mesalliance
  • Ausgrenzung aus dem Familienverband
  • Thomas: Chef nach dem Tod seines Vaters
  • Abgrenzung von Christian (beruflich)
  • Vorausdeutung auf die Konvenienzehe mit Gerda Arnoldson
Themen des inneren Monologs
  • Thomas Lebensentscheidung zwischen der Liebe Anna und der Firma
  • eine Ablehnung einer Außenseiterrolle
  • Bekenntnis zum Bürgertum und zur hanseatischen Provinz
  • seine Werte: nthusiasmus für eine Idee, für die Tradition
  • seine politischen Absichten (Blick zum Rathaus)
Zentrale Motive
  • Firma (als Fetisch, vergleich mit adligen Lebensformen)
  • Das Haus mit dem Firmenmotto "Dominus Providebit" (Verknüpfung von Glaube und Profitdenken)
  • Rollenspiel der Figuren (Dehors wahren)
  • Cäsar (Mann der Tat, Machtsterben, politischer Ehrgeiz)
Funktion des Monologs
  • Thomas vergleicht die Lebenswürfe, als neuer Firmenchef grenzt er sich und sein Lebenskonzept gegen Gotthold wie vorher gegen Christian ab
  • Er spricht sich und seiner Hingabe an, das Abstraktum der Firma des wahren Idealismus zu (im Gegensatz zur unpoetischen Heirat Gottholds mit dem Kleinbürgerlichen Frl. Stüwing)
Darbietung durch den Erzähler
  • Innensicht des inneren Monologs als verkappter Dialog mit einem Toten, Entfaltung einer Lebensprogrammatik

Thomas - Johann

Johann
  • rigide Ablehnung des Abweichlers (Gegner)
  • absolute Priorität der Firma
  • keine moralische Skrupel, keine Reflexion, Tatsachensinn
Thomas
  • versuch der Limitation des Großvaters
  • Orientierung an "Großheiten" Bsp. Cäser
  • Entschluss zum Handeln

Thomas - Jean

Jean
  • moralische Skrupulosität
  • Konflikt zwischen Christlichkeit und Geschäftssinn
  • Entscheidung gegen das Gewissen und für das Geschäft
Thomas
  • Empathie (Fähigkeit, sich in anderer Menschen hineinzuversetzen)
  • Verständnis bei aller Ablehnung
  • Reflexionsfähigkeit, dadurch drohende Schwächung des Willens

Thomas Erlebnis Schopenhauer und Nietzsche

Thomas Hoffnungen sind gescheitert
  • Entfremdung Hannos und seiner Frau
  • Verfall der Firma
  • körperlicher Verfall
Schopenhauer: hasst Leben, liebt den Tod
Nietzsche: mag das Leben, obwohl es beschissen ist

Nicht der einzelne versagt im Leben, sondern das Leben an sich ist das schlechteste aller Denken / Tod als Glück (S. 656) / Individuen werden aufgehoben

Thomas Buddenbrook

  • Vorstellung vom Weiterleben (S.658) / verweist auf Nietsche
  • Sehnt sich nach Tod und Auflösung seines Ich (Schopenhauer)
  • Fühlt sich mystisch eins mit anderen Individuellen (Schopenhauer)
  • Möchte weiterleben in denen, die den Leben mit mehr Kraft und Munterkeit gewachsen sind (Nietzsche)

Schopenhauer-Erlebnis

Thomas sieht wie Schopenhauer den Tod als Korrektur eines schweren Fehlers=> Befreiung